5 Erfolgstipps für professionelles Auftreten in der Videokonferenz

5 Erfolgstipps für professionelles Auftreten in der Videokonferenz

Videokonferenzen sind seit Covid die neue Bühne. Wie Sie am besten auftreten und die richtige Kleidung, Licht, Make-up und Hintergrund Sie unterstützen.

 

Das Outfit ist Ihre Botschaft!

Daher spielen Farben, ein Hemdkragen, Muster, Bart, Haare und bei Frauen das Make-up eine wichtige Rolle. Im Vergleich zum Gesamteindruck eines ganzen Menschen in der „realen“ Welt fokussieren wir uns auf das reduzierte kleine Bild auf dem Bildschirm.

1. Welche Kleidung für einen Videocall geeignet ist.

Kleiden Sie sich so, wie Sie sich auch sonst im Büro kleiden. Warum? Bedenken Sie, dass der Gesamteindruck auf den Oberkörper reduziert ist. Im Prinzip ist Ihre Selbstpräsentation ähnlich wie auf dem Foto für eine Bewerbungsunterlage.

Was die Kamera mit Ihrer Kleidung macht:

Die Kamera verändert die Wahrnehmung. Ein schwarzes Jackett oder ein schwarzer Rollkragenpullover können je nach Ausleuchtung wie ein schwarzer „Haufen“ wirken, dem jede Kontur fehlt. Vorallem bei weiteren Schnitten hebt sich der Arm nicht mehr vom Körper ab und das sieht komisch aus.

Weiß ist eine schwierige Farbe, da sie einen ähnlichen Effekt wie Schwarz hervorrufen kann, vorallem wenn der Hintergund auch weiß ist.

Was immer gut funktioniert, sind mittelblaue Kleidungsstücke wie Blazer, Pullover, Hemden und Blusen. Der Bildschirm schluckt Farbe, deshalb darf der Ton ruhig ein wenig kräftiger sein.

 

So wirkt Kleidung in der Videokonferenz:

Ein schwarzer Pulli vor einer weißen Wand im Hintergrund wirkt hart und langweilig.
Ein großer Ausschnitt bei Frauen kann zu nackig wirken, wenn eben nicht das ganze Outfit zu sehen ist. Schultern also besser bedecken.

Männer sollten bei ihren Hemden auf einen korrekten ausbalancierten Sitz achten. So vermeiden sie, dass ein Kragenschenkel schief hängt.

Ein Sakko oder Blazer schiebt sich im Sitzen oft hoch, macht eine Nackenfalte und beult. Entweder sie lassen den Blazer weg, streichen ihn glatt oder setzen sich darauf, wenn er lang genug ist.

Farbige Kleidung ist das Mittel, um aufzufallen und sich in Szene zu setzen.

Alle Arten von Rot, Pink, Orange oder Grün wirken lebendig und fallen auf. Wenn Sie also nicht im Einheitsbrei von Blau, Grau, Beige versinken möchten,  sind Farben Ihre Wahl!

Farbkontraste:

Gut wirkt ein Outfit mit einem gedeckten Ton plus neutraler Farbe. Zum Beispiel Petrol mit Creme. Höhere Farbbkontraste wirken überzeugender als Blasse: Eine hellgraue Jacke mit weißem T-Sirt oder Hemd wirken langweilig. Die Farbkontraste sind wichtig, um ein Outfit interessanter und lebendiger zu gestalten. Sehr hohe Kontraste wie Grün mit Rot sind allerdings anstrengend fürs Auge.

Frauen, die bunte Tücher und insbesondere dicke Schals tragen, sollten bedenken, dass das unruhig und „zugehängt“ aussieht.

Achtung bei Ohrringen: Große Ohrringe könnten unangenehm klappern, wenn Sie Kopfhörer tragen. Diese also lieber vermeiden.

Diese Muster funktionieren nicht:

Wie bei Fernsehmoderatoren sollten Sie bestimmte Muster vermeiden, da sie flimmern: Schmale Streifen, Pepita, Fischgrat und kleine Karos sind typische No-Gos, die Unruhe erzeugen. Gemusterte Kleidung ist zwar grundsätzlich ok, aber einfarbige funktioniert besser.
Gemusterte Kleidung verstärkt einen unruhigen Hintergrund (dazu später mehr).

Unifarbene Kleidung strahlt mehr Ruhe aus, die Aufmerksamkeit ist bei Ihnen.

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2. Make-up im Videocall:

Sie kennen es aus Fernsehshows: Menschen vor der Kamera werden ordentlich abgepudert. Die Nasenspitze, Stirnpartie, Kinn und bei Männern auch die Geheimratsecken werden mit einem Transparentpuder mattiert.

Für Frauen empfehle ich eine leichte Grundierung, damit der Teint ebenmäßiger wirkt. Ein leichtes Augen-Make-Up, Wimperntusche und vorallem mehr Rouge lassen Sie gesünder erscheinen, denn die Kamera schluckt Licht und lässt Sie blasser aussehen.

Auch ein peppiger Lippenstift macht frisch und wirkt wahre Wunder. Dunkler Lippenstift kann etwas streng wirken, weil die Kontraste verstärkt werden. Hier erfahren Sie, wie ein natürliches Make-up gelingt. 

Es lohnt sich vor der Videokonferenz einen kurzen kontrollierenden Blick in den Spiegel zu werfen.

 

3. Das richtige Licht

Für Videocalls spielt das Licht eine extrem große Rolle, denn es kann Sie blass oder lebendig, überstrahlt oder zu dunkel aussehen lassen. Eine Deckenlampe erzeugt zum Beispiel Augenschatten.

Ein Fenster oder Licht hinter Ihnen ist nicht gut, weil Sie dann überstrahlt werden, die Kameralinse wird geblendet.

Am besten wirkt natürliches Tageslicht oder flächiges Licht von vorne oder der Seite. Mehrere Lichtquellen schenken Ihnen das beste Aussehen.

Sie können sich auch von einer Wohnzimmerlampe anstrahlen lassen und zusätzlich Tageslicht nutzen. Stellen Sie diese Lampe genau hinten ihren PC, so dass Ihr Gesicht angeleuchtet wird. Benutzen Sie kaltes Licht, sprich eine Glühbirne, die kaltes Licht macht. Mit warmem Licht werden sie orangestichig im Gesicht.

Probieren Sie verschiedene Beleuchtungsszenarien aus, um herauszufinden, wie Sie am professionellsten aussehen. Legen Sie in Skype oder Zoom eine Konferenz an und checken Sie sich vorher, wenn die Kamera an ist. Dann sehen Sie auch den Hintergrund, der neben dem Licht eine große Rolle spielt.

Klassische Ringlichter sind für Brillenträger überhaupt nicht geeignet, weil sie immer Reflexionen in der Brille machen.

Ich benutze diese Softbox, die schnell und unkompliziert aufgebaut ist und ein gleichmäßig tolles Licht macht. Gibt es hier. 

 

Positionierung der Kamera:

Die Kamera Ihres Rechners sollte unbedingt auf Augenhöhe sein, eine Laptopkamera ist meist zu niedrig, wenn dieser auf dem Schreibtisch steht. Das erzeugt allenfalls eine Untersicht auf Ihr Gesicht, die Zimmerdecke und das ist komplett unvorteilhaft. 2-3 Bücher unter dem Rechner helfen das auszugleichen. (Oder mal kurz den Schreibtischstuhl herunterstellen, wenn das geht.)

 

4. Das darf im Hintergrund zu sehen sein:

Der Sichtbereich einer Kameras ist oft viel größer als man denkt. Sie sollten also nicht unterschätzen, was Kunden oder Gesprächspartner beim Videocall alles von Ihrem Privatleben sehen.

Das unaufgeräumte Sofa, der Wäscheständer, Spielsachen oder anderes aus Ihrem Privatleben lenken nicht nur immens ab, es wirkt einfach unprofessionell.

Weniger ist daher mehr. Entfernen Sie unnötige Gegenstände, die den Videoanruf beeinträchtigen können aus der Sichtweite oder von der Wand hinter sich.

Ein vollgestopftes Buchregal kann gut wirken, die Gesprächspartner wird aber versuchen, die Buchtitel zu lesen. Es könnte sich also lohnen, die Wand hinter Ihrem Arbeitsplatz ein wenig umzugestalten, damit nicht alles Private sofort sichtbar wird.

Bei vielen Anbietern wie Zoom können Sie sogar zwischen verschiedenen Hintergründen ihren Favoriten auswählen oder ihren eigenen hochladen. Beachten Sie dabei, dass Hintergrundbilder eine feste Lichtstimmung haben, die auch Ihrer entsprechen muss, sonst sieht es künstlich aus.

Am echtesten wirken Hintergrundbilder, wenn sie auf eine grüne Wand projeziert werden. Dazu können Sie froschgrünen Stoff (ca 1,50 x 2m) an die Wand hinter sich hängen oder ein schnell auf- und abbaubares Gestell kaufen. Das ist teurer, lohnt sich aber sehr für den häufigen Gebrauch. Ich habe dieses hier und bin extrem zufrieden. Gibt es hier

 

5. Der Ton

Hintergrundgeräusche können sehr unangenehm sein. Stellen Sie also sicher, dass alles ausgeschaltet ist, es keinen Straßenlärm gibt, keine Kinder schreien, Hunde bellen oder das eigene Handy klingelt.

Ein Headset oder klassische Kopfhörer mit Mikrofon auf Brusthöhe machen meist einen besseren Ton und sind fast unsichtbar.

Fragen Sie zu Beginn des Meetings alle Teilnehmer, ob Sie gut zu hören sind, insbesondere dann, wenn die Teilnehmer unterschiedliche Muttersprachen sprechen.

Begrüßung in der Videokonferenz:

Statt der normalen persönlichen Begrüßung mit Small Talk kann der Start eines Videocalls etwas nüchtern wirken. Da hilft es, wenn alle begrüßt werden, die sich frisch einwählen und alle Teilnehmer sich selbst vorstellen oder vorgestellt werden.
Und zum Schluß: Lächeln Sie lieber einmal mehr als zu wenig im Video, denn ihre postive Körpersprache ist nicht wahrnehmbar.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Spaß in Ihrem Videocall.

 

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Dabei werden persönliche Videokonferenzen mit individuellen E-Books kombiniert. So lernen Sie Schritt für Schritt, was Ihnen wirklich steht und bekommen ehrliches Feedback. Für eine selbstbewusste Ausstrahlung und den zufriedenen Auftritt. Nehmen Sie gerne hier Kontakt mit mir auf.

 

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Foto: istockphotos



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