Perfekte und authentische Outfits für Redner- so gelingt der Auftritt

06 Mrz Perfekte und authentische Outfits für Redner- so gelingt der Auftritt

 

SIE GING NACH VORNE UND TRAT VOR DAS PUBLIKUM. PLÖTZLICH WURDE ES STILL UND ALLE ZUSCHAUER SAHEN SIE AN – ERWARTUNGSVOLL…

 

 

Viele Speaker/innen kennen das Gefühl des ersten Moments auf der Bühne oder bei einer Präsentation. Da steckt viel Vorarbeit, Übung und Aufregung drin. Aber es ist nicht nur wichtig, inhaltlich zu punkten und einen super Einstieg in die Rede zu haben- das Äußere zählt auch und mehr, als Sie denken. Nicht umsonst machen sich viele oft stundenlang Gedanken darüber, was sie anziehen sollen.


Das Publikum hat sich nämlich schon nach einem Wimpernschlag einen Eindruck von Ihnen gemacht und schiebt Sie in eine Schublade: Volltreffer oder Niete. Vertrauenserweckend oder langweilig.


Es liegt in unseren Genen, zu prüfen, ob das Gegenüber „Freund oder Feind“ ist, das haben wir schon vor 1000 Jahren getan. Übersetzt auf die Situation im Publikum heute bedeutet das: Finden wir den Redner sympathisch UND kompetent, schenken wir Vertrauen und damit unsere Aufmerksamkeit. Und das zählt!

Der ganze Beitrag auch hier im Podcast bei exzellent präsentieren

 

1. Ich will mich authentisch zeigen, was ziehe ich an?

Wer sich in seiner Kleidung sicher und wohl fühlt, strahlt das auch aus. Das ist auch nicht fälschbar, daher sollte man sich richtig gut gekleidet fühlen.
Zu Beginn steht also die Frage nach den Werten, die vermittelt werden sollen. Das ist übrigens auch Teil meiner Stilberatung, denn wenn z.B. ein Mensch sehr ruhig und bedacht ist, würde ich kein Knallrot empfehlen. Das würde auch das Publikum irritieren.


Wenn jemand sehr kreativ ist, würde ich ihm kein klassisches Kostüm oder den Hosenanzug empfehlen, denn auch das würde irritieren. Die Kreativität sollte im Outfit anders sichtbar sein- durch spannende Schnitte und eine kreative Farbe oder Accssoires.


Manche Redner/innen fühlen sich in Jeans und Hemd/Bluse wohl, andere bewegen sich in elastischer Kleidung aus Strick und Jersey gut und wieder andere mögen die Sicherheit, die ein schlichter Anzug bringt. Es gibt ihnen Sicherheit. Das gilt für Frauen genauso wie für Männer.

 


Das Outfit sollte so selbstverständlich sein, dass das Publikum keine Gedanken daran verwendet, denn dann ist es abgelenkt. Der Fokus sollte allerdings auf dem Oberkörper liegen, möglichst nahe dem Gesicht, sonst passiert folgendes wie im nachfolgenden Beispiel.


Negativ Beispiel mit gemusterter Kleidung:


Ich habe einmal eine Speakerin auf der Bühne gesehen, die eine enge Hose mit Blumenprint trug. Obenherum hatte sie eine einfarbig dunkle Bluse kombiniert. Meine Augen kreisten die ganze Zeit auf den schönen bunten Blumen herum, meine Aufmerksamkeit war abgelenkt und ich habe Ihr gar nicht ins Gesicht gesehen.

 

 

 

2. Muss ich mich dem Publikum anpassen?

Das Thema des Vortrags erfordert Zugeständnisse an die Kleidung. Ernste Themen verlangen nach eher klassisch geschnittener Kleidung in entsprechend gedeckten Farben. Dunkelblau und Grautöne als Basis mit klassischen Farbkombinationen sind hier die sichere Wahl.


Humorvolle oder leichte Themen können gut mit heller bis bunter Kleidung vorgetragen werden. Idealerweise befinden sich Redner und Rednerinnen mit ihrem Publikum auf einer Wellenlänge und kleiden sich annähernd gleich. Als durchgestylter Anzuggockel werde ich bei Nerds keine Sympathie aufbauen und umgekehrt gilt das natürlich genauso.

Es kann sich also durchaus lohnen, sich vor dem Auftritt oder dem Seminar Gedanken über den Dresscode der Zuhörer zu machen.

 

 

TIPP:
Ähnlichkeit in der Kleidung schafft Sympathien zwischen Vortragenden und Publikum, so dass der Vortrag gleich zu Beginn besser startet und angenommen wird.



 

3. Welche Farben können Speaker tragen?

Es gibt keine No-Gos, aber es gibt Hintergründe, Licht und Drama!

Die Farben, die im Vortragsraum dominieren, sollten unbedingt berücksichtigt werden. Wenn der Raum dunkel ist und Referent/innen im hellen Spot stehen, ist ein kräftiger oder hellerer Farbton spannender, sonst verschwinden sie.

Die blau gemusterte Bluse wirkt vor dem hellem Hintergund besser.

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Oder man zieht sich wie Steve Jobs an: Dunkler Rolli und dunkle Hose- damit betont man den Fokus auf Gesicht und Hände. Nichts lenkt mehr ab, die Figur tritt komplett in den Hintergrund. Mimik und Gestik müssen dafür perfekt funktionieren.

Optimale Farben vor normalem und hellem Hintergrund:


Ganz in Schwarz angezogen wirkt man eher kreativ. Für Frauen funktionieren speziell Overalls und Kleider, für Männer sportlich lässige Anzüge mit schwarzem Hemd drunter.

Nicht optimal ist kräftiges Violett für Frauen vor einem männlichen Publikum. Viele Männer mögen das nicht, und als Frau würde ich damit sofort Minuspunkte sammeln.
Rosarot kann leicht mädchenhaft wie eine Barbiepuppe wirken, damit wäre ich vorsichtig.


Bei Männern wirken dunkle Anzüge und Saccos besser. Sie bilden einen höheren Kontrast zum Gesicht. Helle Anzüge verleihen ihnen auf der Bühne oft zu wenig Gewicht.


Für Frauen gibt es inzwischen eine große Bandbreite an Blazern oder Hosenanzügen in kräftigen Farben, das kann je nach Kombination mit Pumps oder lässigen Sneakern sehr gut aussehen.
Ansatzpunkte zur Inspiration, was andere professionelle Speaker tragen, finden sich hier.

Funktionieren gemusterte Kleidungsstücke?


Auf der Business-Bühne wäre ich vorsichtig, im Workshop funktioniert es. Aber Muster lenken leicht ab, dezent sollten sie sein und zum Typ passen. Das gilt nicht für Moderatoren oder Entertainer aus Unterhaltungsshows, sie haben eine größere Bandbreite an Möglichkeiten.

 

4. Wieviel Haut kann ich zeigen?


Frauen mit nackter Haut, also ärmellosen Oberteilen oder mit einem kurzen Rock regen die Zuhörer an, über ihre Figur nachzudenken. Menschen sind da manchmal „einfache Kreaturen“ und werden durch freizügige Kleidung leicht abgelenkt. Ein sexy Outfit kann schnell als weniger kompetent eingestuft werden.


Tattoos sind immer polarisierend. Bei entsprechendem Publikum kann es sehr cool und modern ankommen, bei anderen Zuschauern gar nicht. Über die Hälfte des Menschen mag Tattoos gar nicht. Man sollte sich also bewusst darüber sein, dass man mit vor allem großflächigen Tattoos in jedem Fall anecken kann.

5. Wie kann ich Individualität zeigen?

Für Männer
können Accessoire eine große Rolle spielen. Der Gürtel, hochwertig auffällige Schuhe oder lässige Sneaker, ein Einstecktuch, Fliege, Hosenträger, Uhr, Armschmuck, Hemden mit Manschettenknöpfen- die Bandbreit ist groß.

Lässig würde eine Jeans mit Stoffweste und Hemd wirken, wie sie Tobias Beck oft trägt.

Ein T-Shirt mit einem sportlichen Sacco oder sogar zum Anzug kann auch gut funktionieren, es kommt auf den Typ an und welche Schuhe er trägt.

Schuhe verändern grundsätzlich den ganzen Look. Ein klassisch brauner Budapester wirkt anders als ein Chelseyboot aus hellbraunem Wildleder und ein sportlicher Sneaker dreht das ganze Outfit sowieso noch einmal in eine andere Richtung.

 

Viele Speaker aus dem Silikon Valley Typen tragen zum Beispiel zum schmalen Business-Anzug auffällig farbige Turnschuhe, um den „hippen Typen zum seriösen Businessmann“ zu kombinieren.

 

 

Für Frauen
Die Bandbreite ist groß, angefangen bei der Farbe, möglichen Farbkombinationen bis hin zu Silhouetten, Materialien und Accessoires. Je nach Typ gilt es, die Persönlichkeit und die Absicht des Vortrages zu unterstützen.

Dabei funktionieren dezente Farben wie bei einem dunkelblauen oder-grauen Blazer mit etwas Hellem darunter im konservativen Businesskontext immer.

Farbige Hosenanzüge in kräftigen Tönen wie Rot oder Grün passen für mutigere extrovertierte Frauen.

Helle Blazer mit weißer Bluse und Jeans funktionieren in warmen Sommermonaten gut. Kleider in diversen Varianten gehen immer, Tweedjacken wirken besonders und gemusterte Blusen oder Blousons gehen auch, es kann sogar mal eine knappe Lederjacke zum edlen Kleid kombiniert werden. das hängt vom Publikum und Inhalt des Vortrages ab.

Vorsichtig sollte Frau mit Strickjacken und Schals sein, die wirken gerne zu nett und niedlich, Schals hängen Sie eher zu. Ausserdem darf der Schmuck nie klimpern. Mehr ist hier definitiv weniger!

 

Ich persönlich habe einen riesen Spaß daran, so etwas mit meinen Kunden zu entwickeln, denn man kann auch einen ganzen Signaturelook oder die eigene Marke optisch erschaffen.

 

Kunden können sich bei mir Feedback und Sicherheit holen und mit mir eine gute Basisgarderobe zusammenstellen. Das ist besonders für Referenten oder Trainerinnen, die viel unterwegs sind, praktisch. Ich biete auch sogenannte Speedpakete an, die beinhalten eine knackige Beratung, ein durchdachtes Konzept und dann ein paar Stunden Personal Shopping- fertig ist der neue Look. Das lieben meine Kunden sehr. Mailen Sie mir gerne, ich schicke Ihnen ein Angebot. Hier geht es zur Kontaktseite

Ted Talks zur Inspiration gibt es hier.

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Bilder: shutterstock, micro: unsplash by elliot sloman, pexcel, tatoo: unsplash by bunter snaps



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