Warum Firmen einen DressCode brauchen

Firmen Dress Code erstellen

26 Sep Warum Firmen einen DressCode brauchen

Besser anziehen, besser verkaufen

 

Neulich war ich auf einem Meeting mit drei Personen eingeladen und kannte keinen der Teilnehmer. Unser Treffen fand in einem attraktiven Büro statt: Großen Glasfronten, Blick aufs Wasser und Designermöbel.

Es kam eine niedliche Frau im rosa Blumenkleid mit viel Ausschnitt und bot an, sich um Kaffee zu kümmern. Anschließend erschienen ein Mann mit dunkelblauem Anzug und ein weiterer Mann mit Shorts, Poloshirt und Flip Flops.

 

Sie stellten sich nur namentlich vor

 

Visitenkarten wurden nicht ausgetauscht. Mir fehlte die Zuordnung in Zuständigkeiten, ich traute mich aber nicht gleich zu fragen. Ich vermutete sie beim Mann in Anzug, obwohl er recht jung aussah. Sein Auftreten wirkte auf mich kompetenter, er strahlte eine Seriösität aus und schien seine Position ernst zu nehmen,  weshalb ich ihm mehr Aufmerksamkeit und Blickkontakt schenkte.
Erst nach 40 Minuten zum Ende des Gespräches stellte ich fest, daß der Mann in Shorts der Projektleiter war, die Frau aus dem Marketing kam und der im Anzug der Praktikant war.

 

Und wer macht den Kaffee?

 

Wie unangenehm. Ich hatte den Projektleiter schlicht unterschätzt und die Frau in die Schublade „liebe Assistentin, macht für alle Kaffee und kümmert sich ums Wohlergehen“ gesteckt.
Aber kann ich etwas dafür? Ist es nicht viel mehr so, dass Kleidung und vor allem der erste Eindruck, den ich von diesen Gesprächspartnern hatte, schlicht ganz anders war als das, was Sie vermitteln könnten?

 

Warum ist der Chef schlecht angezogen?

 

Ist es für den Projektleiter nicht zielführend, dass ich ihn als wichtigsten Ansprechpartner erkenne und wertschätze?  Warum trägt der Praktikant einen Anzug? Stört es ihn nicht, dass sein Chef viel lässiger gekleidet ist oder setzt er sich einfach darüber hinweg, weil er es besser findet, so aufzutreten?

Und ob er wohl gemerkt hat, dass ich ihm mehr zugewandt war? Es war mir nicht mehr möglich, dies aufzuklären, aber es hat mich beschäftigt, weshalb ich diesen Artikel schreibe.

 

Der erste Eindruck: Die wichtigste Nebensache im zwischenmenschlichen Kontakt.

 

In vielen Firmen gibt es keinen klassischen Dress-Code mehr, abgesehen dem für Bankangestellte, Unternehmensberater und Rechtsanwälte.
Von seinen Mitarbeitern zu fordern, dass sie spezifische Kleidungsstücke tragen sollen, wirkt unmodern. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels, der durch die Globalisierung unterstützt wird, wünschen sich vor allem junge Mitarbeiter mehr Freiheit, Lässigkeit und einen lockeren Kleidungsstil. Selbstverwirklichung steht vor Leistung. Work Life Balance.

Genau diese Botschaft wird aber über korrekte und steife Kleidung nicht transportiert.
Vielmehr lauten die Stimmern: „Elegante Kleidung baut doch nur Distanz auf!“ oder auch „Es geht doch hier um unser Produkt!“

 

„Ich bin halt eher der sportliche Typ!“

 

Wenn Sie das Beispiel aus meinem Meeting betrachten, sind der Auszubildende und der Projektleiter auf der Bandbreite der textilen Möglichkeiten aber nicht korrekt gelandet. Auch die Frau bleibt unter ihren Möglichkeiten. Die daraus entstehende Einschätzung passt nicht zu ihrer Person und Kompetenz. Ihre Profession könnte sie durch die richtige Kleidung viel besser zeigen.

Der so oft genannte gute erste Eindruck öffnet Türen und bereitet Ihnen einen roten Teppich.
Denn bevor ich einem Gesprächspartner im Verkaufsgespräch Glauben und Vertrauen schenke, sind die optischen Eindrücke das, was ich zuerst wahrnehme.

 

Zu 55 % entscheidet der erste Eindruck, dann folgen Stimme und Körpersprache mit 35 % und zuletzt das gesprochene Wort mit 7%. Die Optik bleibt also viel mehr im Gedächtnis.

 

Ein gepflegt und passend gekleideter Mensch wird viel mehr Aufmerksamkeit für das, was er sagt, erhalten. Es wertet das Produkt, das er präsentiert, auf und sorgt für mehr Begehrlichkeit. Die Qualität der Kleidung wird vom Kunden unterbewusst auf die zu erwartende Qualität des Produktes übertragen. Dadurch ist die Kleidung von Mitarbeitern im Kundenkontakt pures Marketing.

 

Besser overdressed als underdressed?

 

Zu gut angezogen sein kann man eigentlich nicht. Im privaten entspannten Umfeld mag es sicher steif wirken, wenn man zugeknöpft auftritt, aber ein durchdachtes Styling ist immer ein Hingucker. Es ist eher eine Aufmerksamkeit für das Gegenüber und die meisten schätzen und bewundern es, so dass ihr Blick dabei bleibt. Eine sorgfältig gekleidete Person wird also immer Wertschätzung ausstrahlen, der sich keiner entziehen kann. Gut gekleidete Menschen haben einfach etwas Magisches. Meist sind es Neid und Unsicherheit, die andere dazu bewegen, eine stilvolle Erscheinung schlecht zu machen.

 

Die Empfangsassistentin im Overall.

 

Viele Firmen machen sich keine Gedanken darüber, dass eine Kleidungsempfehlung für ihre Mitarbeiter deshalb sehr hilfreich wäre. Die unterschiedlichen Zielgruppen müssen dabei natürlich berücksichtigt werden. So wird zum Beispiel für die Mitarbeiterin im Empfang ein anderer Dress-Code passen als für den Außendienstmitarbeiter. Aber es könnten passend zur Corporate Identity Farben und Silhouetten eigesetzt werden, die die Unternehmenswerte optisch nach draussen zum Kunden transportieren.

 

Klarheit im Kleiderschrank mit DressCode

 

In meinen Workshops und Vorträgen erfahren Sie und Ihre Mitarbeiter, wie Sie Ihre textile Visitenkarte als Marketinginstrument nutzen können. So kann festgelegt werden, welche Kleidungsstücke in Ordnung, welche Kombinationen und Looks passend sind. Das bringt nicht nur Klarheit- meine Erfahrung zeigt, dass viele Mitarbeiter diese Rahmenbedingungen schätzen, weil sie ihnen Sicherheit gibt und das ständige Überlegen vor dem Schrank erspart. Auch wird das Kaufen von Kleidung einfacher, wenn es für Männer zum Beispiel möglich ist, Chinos zu tragen. Diese sind gleichermaßen Casual-business in Kombination mit Sacco und Hemd kombinierbar als auch privat tragbar.
Natürlich gebe ich auch persönliche Empfehlungen für jeden einzelnen Mitarbeiter, die sehr gerne angenommen werden. Nicht nur, weil sie individuell und auf die Person genau zugeschnitten sind, sondern auch weil sie von einer Expertin kommen und nicht vom Chef.

 

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