Fair Fashion: 10 Modelabels, die mehr als glücklich machen.

Fair Fashion Mode

31 Mai Fair Fashion: 10 Modelabels, die mehr als glücklich machen.

1,5 Milliarden Textilien werden pro Jahr allein in Deutschland weggeschmissen, das sind ca. 700.000 Tonnen.  Es ist an der Zeit, Fair Fashion zu tragen, denn sie ist weit mehr als ein Trend. Es ist vielmehr eine Haltung, die nicht nur uns glücklich macht.

 

Die Kollektionen in den meisten Modeläden wechseln spätestens alle paar Wochen und viele Modefans möchte immer auf dem neusten und modischsten Stand sein. Dass nicht nur die Qualität darunter leidet, sondern auch Gesundheit und Umwelt, ist vielen nicht bewusst. Sie haben keine Lust, sich mit dem Thema genauer auseinanderzusetzen. Ich habe das getan- hier sind meine Erfahrungen sowie liebsten Labels:

Mode wurde vom Gebrauchsgut zum Verbrauchsgut. Dass das jedoch nicht dauerhaft ohne Konsequenzen geht, ist klar.

 

Viele Materialien wie zum Beispiel Baumwolle, Leinen und Seide, die in der Textilherstellung eingesetzt werden, sind Naturprodukte und nicht in unendlichen Mengen verfügbar. Auch ist oftmals der Wasser- und Pestizidenverbrauch unvorstellbar groß. Wussten Sie zum Beispiel, dass Baumwolle vor der Ernte mit Entlaubungsmittel bespritzt wird, damit die Blätter nicht mitgeerntet werden? Da das Gift leider nicht nur auf die Blätter kommt, sondern auch auf die Fasern, tragen wir diese Mittel später auf der Haut und sie gelangen auch ins Grundwasser.
Aber können Sie als Endverbraucher dem überhaupt entgegenwirken? Selbstverständlich können SIE allein die Welt nicht verändern, aber wie heißt es so schön: Kleinvieh macht eben auch Mist. Und jede Unterstützung, sei sie noch so klein, hilft!

Dabei müssen Sie nicht wie ein Öko aussehen.

Fair produziert, nachhaltig und trotzdem modisch – das geht!
Die Zeiten, in denen faire Mode teuer, selten und unübersehbar „öko“ war, sind zum Glück lange vorbei. Spätestens seit im April 2013 die Textilfabrik in Bangladesch eingestürzt ist und 1138 Menschen ihr Leben gelassen haben, sind einige Hersteller aufgewacht und haben die Veränderung, die sich viele Kunden wünschen, in die Hand genommen.

 

Der Wandel kommt langsam und leise.

Viele nachhaltige Marken sind nach wie vor nicht sehr bekannt. Sie haben keine großen Etats für Werbung, Imagekampganen und teure Fotoshootings, geschweige denn Läden in jeder größeren Stadt.
Da es vorallem viele kleine und neue Labels sind, erhält man viele Kleidungsstücke nach wie vor ausschließlich online.

Das bedeutet für Sie: Suchen, Bestellen und Anprobieren!

Dabei ist für jeden etwas. Auch für jeden Geldbeutel, denn es muss nicht unbedingt teurer sein als andere Modelabels.
Damit Sie nicht den Überblick verlieren, habe ich Ihnen hier eine kleine Liste mit Marken und Onlineshops zusammengestellt, die sich für nachhaltige Mode und faire Produktion einsetzen. Im Gegensatz zu vielen bekannten Marken geben Fair Trade Label viel über ihre Philosophie, Produktionsbedingungen und verwendete Materialien frei. Auch Transparenz spielt eine wichtige Rolle, so ist es für viele Verbraucher sehr viel einfacher, sich zu informieren.

10 Fair Fashion Labels im Überblick:

1.

Wenn Sie nicht gerne auf verschiedenen Seiten stöbern und vergleichen wollen, eignet sich der Onlineshop www.avocadostore.de. Hier bekommen Sie alles auf einen Blick.

 

2.

Schlichte Basics, Hemden, Blusen, Shirts und Hosen-für Frauen und Männer. Meist aus Baumwolle, mit teilweise interessanten Schnitten finden Sie bei dem süddeutschen Label:

www.lovjoi.com/

 

3.

Erst 2016 gegründet wurde das Londoner Label Thoreau, die Auswahl ist noch dementsprechend klein. Vorbeischauen lohnt sich trotzdem, Sie werden mit wunderbaren Kleidern und schönen Blusen belohnt:

www.thoreauthelabel.com/

 

4.
Klare Linien, hohe Qualität und moderne Business Wear für Frauen. Stücke für ein gutes Gewissen Made in Germany:

www.jjackman.com/

 

5.

Hamburg: Cool, simpel und eben nicht öko ist die Philosophie dieses noch jungen Labels- wunderschöne Blusen, Kleider und Mäntel.

jannjune.com/

 

6.
Sportliche Kleidung für Männer gibt es von der Marke knowledge cotton apparel. Von lässigen Baumwollshirts über Hemden bis hin zu Freizeit-Saccos ist alles dabei:

www.knowledgecottonapparel.com/

 

7.
Was wäre unser Kleiderschrank ohne eine anständige Jeans? Hier gibt es Modelle und Schnitte, bei denen auf schädliche Chemikalien, sowie das Sandstrahlen verzichtet wurde. Die niederländische Marke Kings of Indigo bietet vorallem auch eine große Größenrange und die Jeanslängen gehen bis 34 Inch:

www.kingsofindigo.com/

 

8.

Auch Schuhe gibt es in Fair Fashion. Sehr schöne und bequeme Sneaker für die ganze Familie findet man bei dem französischen Label Veja:

www.veja-store.com/

 

9.

Tolle Schnürschuhe, ganz besondere Stiefel und ausgefallene High Heels für Frauen hat die Designerin Alina Schürfeld aus Berlin:

www.alinaschuerfeld.com/

 

10.

Für diejenigen unter Ihnen, die nicht gerne online Shoppen, gibt es mittlerweile auch einige paar Ladenketten, die in größeren Städten vertreten sind. „Glore“ verkauft auch von verschiedenen Marken Fair Fashion. Gibt es in Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Augsburg und Luzern.

www.glore.de/

 

11.
Einer der wohl bekanntesten Fair Fashion Läden für Frauen, Herren und Kinder ist Hess Natur. Wenn Sie mal wieder dort vorbei schauen, werden Sie positiv überrascht sein, wie dieses Label sein Design überholt hat und nichts mehr von dem „Altbacken- Öko“ übrig gelassen hat. Läden gibt es in Hamburg, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, München, Butzbach.

www.hessnatur.com/de/

 

Falls Sie in das Thema Produktionsbedingungen und eingesetzte Materialien weiter einsteigen wollen, eignet sich die Seite rank an brand. Dort finde Sie über fast alle Marken eine kleine Zusammenfassung- worauf diese Wert legen bzw. was über die Produktionsbedingungen und eingesetzten Materialien bekannt ist:

www.rankabrand.de/

 

Alte Kleidung effektiv und fair wiederverkaufen

Wohin mit den Teilen im Schrank, die man wirklich nicht mehr anzieht oder die zugegebenermaßen ein Fehlkauf waren? Wegschmeißen ist keine Lösung, meist sind die Kleidungsstücke auch noch viel zu gut. Den klassischen Secondhandladen gibt es nach wie vor, Sie können spenden oder ihre Teile in modern funktionierenden Apps wie Kleiderkreisel anbieten. Die können Sie sich ganz leicht und kostenlos auf Ihr Smartphone laden, die Teile abfotografieren, einstellen und verkaufen. Für edlere Teile bieten sich an folgende Onlineportale an:

www.vestiairecollective.de/

www.vite-envogue.de/

www.rebelle.com

www.fashback.de

 

Und noch was:

Es gibt auch in jeder Stadt Organisationen, die sich über Kleiderspenden für Obdachlose, Flüchtlinge oder sozial Benachteiligte sehr freuen!
Vielleicht wird ja so schon bald ein altes Kleidungsstück von Ihnen das neue Lieblingsteil von jemand Anderem? Denn auch daraus besteht Nachhaltigkeit!

 

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